16 Januar 2023

Zwischen drei Kulturen: Musik und Nationalitätsbildung in Triest


 https://www.hollitzer.at/buch/zwischen-drei-kulturen-musik-und-nationalitaetsbildung-in-triest

 Musik fungiert auf vielfältige Weise als Medium des Gedächtnisses. Wie vom Einzelnen die eigene Lebensgeschichte zu betreffenden Musikstücken assoziiert wird, besitzen auch Gemeinschaften spezielle Stücke zur Markierung von Ereignissen, von Anlässen. Vor allem seit dem 19. Jahrhundert ist diese Setzung von Gedächtnisorten eine für die Stiftung kultureller Identität wesentliche Funktion städtischen Musiklebens und auch der (musik)historische Blick zurück diente üblicherweise diesem Zweck. Dies gilt auch für Triest, die von einer sozial, ethnisch und religiös besonders vielfältig zusammengesetzten Bevölkerung geprägte Hafenstadt.
Im Unterschied dazu bilden musikgeschichtliche Texte nicht die Basis, sondern den Ausgangspunkt einer Untersuchung, deren Ziel es ist, die Wechselwirkungen der unterschiedlichen Kommunikationsräume dieser Stadt zu erfassen. Anhand je eines historisch gesehen repräsentativen Raumes (Verdi und das „Teatro Communale“, der „Narodni dom“ und der „Schiller-Verein“) und seiner Darstellung in Bezug auf Entstehung, auf symbolische Aufladung und nachfolgende Wirkungsweise, wird das Musikleben der Stadt erstmals in einer Zusammenschau der drei vertretenen Sprachgruppen – italienisch, slowenisch und deutsch – dargestellt und so ein exemplarischer Fall für das Entstehen neuer Raumvorstellungen (imagined communities) sowie ein vertieftes Verständnis zentraler Prozesse des nation building im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert gewonnen.

08 Dezember 2022

Arigato

 

https://www.omvs.at/buch/arigato/

Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes für neue Literatur 2018
Stipedium Literatur:im:süden der Stadt Villach 2019
Literaturstipendium der Stadt Graz 2019

Vera wünscht sich ein Haus aus Papier. Ein Zuhause auf biegsamen Stäben, das nicht einstürzen kann. Ihre Familie ist nach dem großen Erdbeben in Friaul 1976 obdachlos geworden und Vera wird nach Villach geschickt, zu Tante Rosa und Onkel Hans. Die beiden sind bereits 1940 vom Kanaltal nach Kärnten ausgewandert. Während die Tante mit Vera eine liebevolle Allianz eingeht, dem Mädchen einen heiß ersehnten Kimono schneidert und sie nach Alpträumen tröstet, zeigt Onkel Hans seine Abneigung gegen die „halbe Italienerin“. Bei jeder Gelegenheit erteilt der ordnungsfanatische Mann mit dem hinaufgeschorenen Haar „Geschichtsunterricht“ und wettert gegen die „feigen Italiener“, die „Verräter“ südlich der Grenze. Vera schützt sich und flüchtet: in ihre Fantasien, in die faszinierende Sphäre des Japanischen und in die Liebschaft mit Hannes, der als langhaariger Sympathisant der Linken so gar nicht den Vorlieben des Onkels entspricht. Und dann bebt es wieder, diesmal in Veras Kopf: Bei einem Besuch im Kanaltal entdeckt sie ein gut gehütetes Familiengeheimnis. Erneut muss das Mädchen die Erfahrung machen, dass das unumstößlich Geglaubte zerbricht und verloren ist. Ein weiteres Mal gerät Veras fragiles Lebensgebilde aus den Fugen. „Arigato“ ist ein poetischer und bildstarker Roman über die Schatten der Geschichte im Alpe-Adria-Raum und über seelische Widerstandskräfte mitten im Chaos.

10 November 2022

Trieste centrale

 


Trieste Centrale ist eine kleine Nebenfrucht des großen Winterberg Romans von 2019. In der Zählung des Autors: Winterberg IV. Der uns aus dem Roman vertraute Herr Winterberg reist hier von Westberlin nach Triest. Er will seiner Frau eine Freude machen. Noch steht der Eiserne Vorhang fest in den europäischen Landschaften. Aber so etwas kann einen Winterberg nicht aus der Ruhe bringen. Er reist selbstverständlich mit der Eisenbahn. Denn die Eisenbahn überwindet alles: Die Alpen, die Grenzen, nur nicht den Tod.

Jaroslav Rudiš: Trieste Centrale. Leipzig: kreuzer books 2022. 12,80 € Bestellungen bitte direkt an den Verlag: kreuzerbooks c/o KREUZER Medien GmbH, Kreuzstraße 12, 04103 Leipzig oder vertrieb@kreuzerbooks.de.

Von diesem Titel erscheint zudem eine fein gebundene, mit edlen Materialien hergestellte Vorzugsausgabe, die auf  50 Exemplare limitiert ist. Von Hand signiert vom Autor und mit einer Originalgrafik von Halina Kirschner. Zwanzig römisch numerierte Exemplare davon sind für Autor, Illustratorin und Verlag bestimmt, dreißig arabisch nummerierte Exemplare gelangen zum Preis von 98€ zum Verkauf.

Jaroslav Rudiš, geboren am 8. Juni 1972 in Turnov/Turnau im Böhmischen Paradies, studierte in Liberec/Reichenberg, Prag und Zürich Germanistik, Geschichte und Journalistik. Er lebt als freier Autor in Berlin und Lomnice nach Popelkou/Lomnitz an der Popelka. Sein Werk umfasst mehrere Romane und Bühnenstücke und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen und Ehrungen gewürdigt. Im Oktober 2021 erhielt er von Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz für Verdienste bei der Aussöhnung des tschechischen und deutschen Volkes. Zuletzt erschienen von ihm „Winterbergs letzte Reise“ (Luchterhand 2019) und die „Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen“ (Piper 2021). 

Halina Kirschner, geboren am 8. Juni 1982 in Leipzig, studierte Illustration und Grafikdesign Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und in Strasbourg. Sie gestaltet Bücher, Plakate, Programmhefte und vieles mehr. Außerdem leitet Halina Kirschner Kunstkurse und Projekte für Kinder in der Grafikdruckwerkstatt im WERK 2, der Kulturfabrik Leipzig. Zu ihren schönsten Illustrationen zählen „Die Grasharfe“ von Truman Capote, erschienen bei der Büchergilde 2011, „Trecker kommt mit“ (Bairisch 2017) und „Das ist das Bauhaus!“ (Verlag E.A. Seemann, 2019), die beiden letztgenannten Titel wurden jeweils als eines der „Schönsten Deutschen Bücher“ ausgezeichnet.

 http://kreuzerbooks.de/jaroslav-rudis-trieste-centrale/

07 August 2022

Triest

 

https://www.styriabooks.at/triest

 ISBN 978-3-99040-166-8

Wie kaum eine andere Stadt Italiens erlebt Triest, seit Jahrhunderten ein Brennpunkt der Geschichte und Schnittpunkt italienischer, österreichischer, slowenischer, jüdischer und griechischer Kultur, derzeit einen neuen Frühling. Seit der Öffnung der Grenzen zu seinen Nachbarn im Osten weht in der alten Hafenstadt, die ihre erste Blütezeit in der k. u. k. Monarchie erlebte und viel zu lange in einem vergessenen Winkel Italiens dahindämmerte, ein frischer Wind. Auf den Besucher wartet ein umfassendes kulturelles Angebot, daneben gilt Triest immer mehr als schicke Einkaufsstadt. Dabei geht es nicht nur um Mode und Accessoires, sondern auch um Antiquitäten und kulinarische Genüsse aus der Region.
Der Stadtführer, der die Triestiner Riviera, den Karst und seine idyllischen Dörfer und das venezianisch geprägte Fischerstädtchen Muggia miteinschließt, ist auf Erkundungen zu Fuß und mit den bestens funktionierenden öffentlichen Verkehrsmitteln angelegt. Und bei aller „modernen“ Hektik hat sich Triest viel von der alten Gemütlichkeit bewahrt - in einem der vielen Buchläden,
in den Kaffeehäusern oder in den urigen Weinschänken des Karsts.

Heinz Tomek, geboren und aufgewachsen in Wien, war über drei Jahrzehnte bei der Austria Presse Agentur (APA) tätig. Autor zahlreicher Reiseführer über Sizilien, Neapel, Apulien, Elba, Gardasee, Prag, Tschechien und Wien, meist gemeinsam mit seiner Frau Eva Gründel. Seit frühester Jugend Italien-Fan, lebt er in Wien und auf Sizilien.

05 Juli 2022

Markus Grundtner

 

Markus Grundtner,

nato a Vienna nel 1985, è stato consulente legale del lavoro dello spettacolo presso un piccolo studio legale, e ora è un avvocato dell'Opera di Stato di Vienna, ma è sempre rimasto un autore.

È cresciuto nella Bassa Austria e nel Burgenland. Dal 2004 al 2014, ha completato due lauree in teatro, film e studio dei media e in legge (entrambi all'Università di Vienna). Oltre alla sua prima laurea, ha lavorato come giornalista culturale per vari media cartacei e online (tra cui Kurier, Profil, MovieGod.de, Celluloid). Dal 2015 al 2021, è stato tirocinante per il diritto del lavoro presso vari studi legali a Vienna. Attualmente è avvocato nel dipartimento legale dell'Opera di Stato di Vienna.

Dall'inizio della sua carriera legale, ha pubblicato prosa breve in riviste letterarie (tra cui: Am Erker, Die Rampe, DUM, erostepost, manuskripte, mosaik, &Radieschen e Podium) e in antologie. Per il contenuto dei suoi racconti, elabora esperienze della sua vita quotidiana, ma attinge in particolare alla giurisprudenza o al suo vocabolario e alle sue figure di pensiero come sistema di riferimento per trovare la sua propria forma letteraria.

Nella primavera del 2022 Markus Grundtner ha pubblicato il suo romanzo d'esordio "Die Dringlichkeit der Dinge" (L'urgenza delle cose) con la casa editrice di Graz “edition keiper”.

In questo libro, un romanzo “giudiziario” si interseca con un romanzo d’amore. Attraverso una lente giuridica si dipana una storia d'amore ambientata tra Vienna e Trieste. Il risultato è una nuova visione della società e dei sentimenti.
Da un lato c'è il viennese Mathias Gandt. In una graduatoria di avvocati da uno a dieci, Mathias ha ottenuto un punteggio di undici. Ma anche lui si innamora di Klaudia Antonini da Trieste. Mathias è all'inizio della sua vita professionale, avendo appena sostenuto un colloquio di lavoro in uno studio legale viennese. Klaudia è a un punto di svolta: insegnante di italiano e latino, vuole lavorare a Vienna come mediatrice letteraria e mettere su una famiglia che sostituisca quella perduta quando la madre morì e il padre divenne un solitario senza amore. Non avendo funzionato, Klaudia torna nella sua città natale. Lei, amante della vita, e lui, seguace della legge, si rendono subito conto che il romanticismo e la legge vanno difficilmente d'accordo, ma sperano, durante i loro turbolenti tentativi di ritrovarsi, di essere l'eccezione che conferma la regola.

Nel romanzo, Klaudia è sinonimo di vita, passione e amore. Presenta a Mathias "La coscienza di Zeno" di Italo Svevo. È il libro nel libro a cui il protagonista si dedica più volte nel corso della trama, ogni volta che ha un minuto libero per leggere e scoprire tutto ciò che non è nei suoi codici.
Klaudia lo definisce anche il loro libro per conoscersi meglio:

"Una parola nella notte è come un raggio di luce".
"Come mai?"
"Dal nostro libro di conoscenze".
"Dalla Coscienza di Zeno?".
"Esattamente. Alcuni hanno una canzone per farsi conoscere, noi abbiamo un libro per farci conoscere".

In preda alla follia, Mathias non solo incontra (e si innamora) di Klaudia, ma sbarca altrettanto rapidamente a Trieste. Essendo un futuro avvocato che pensa costantemente ai contratti, non è diverso da un mercante, quindi non sorprende che veda e descriva la città per la prima volta:

È risaputo che la prima impressione conta. La mia prima impressione di Trieste è quella di una città costruita dai commercianti per i commercianti. La cosa più bella che Trieste ha da offrire - l'ampia piazza principale con il molo a un'estremità e l'imponente municipio all'altra - viene messa in primo piano e finemente vestita, come in una vetrina. Dietro il municipio, la grandezza e la superbia continuano per uno o due vicoli. Ma qua e là le facciate si sgretolano. Sul selciato appaiono delle buche. La fragilità si diffonde, come le crepe in un dipinto.

Anche se nella sua prima visita si reca direttamente all'Arco di Riccardo - un luogo che ha un significato molto speciale per Klaudia - Mathias è in realtà interessato solo al Tribunale di Trieste, al che, Klaudia non può che rispondere: "È la tua prima volta qui e vuoi andare nell'edificio più grigio della città?".
"Sì,
andiamo al Tribunale di Trieste, per favore".
"Al Tribunale di Trieste - come
vuoi tu!".

Mathias non si rivela un caso così disperato. Sta migliorando. Ben presto, grazie a Klaudia, apprezza anche le cose belle, non solo della città e della letteratura, ma del mondo stesso. Allo stesso tempo, però, si confronta con i colpi del destino, la tristezza e l'imprevedibilità della vita. Conosce l'amaro e il dolce e si allontana gradualmente dall'aridità della professione legale.
In questo viaggio nel regno della legge e del romanticismo Trieste gioca un ruolo essenziale: per un uomo cerebrale è solo lì che il suo cuore inizia a battere.


Markus Grundtner,

geboren 1985 in Wien, war früher Arbeitsrechtler auf kleiner Kanzleibühne, und ist mittlerweile Jurist an der Wiener Staatsoper, aber immer Autor geblieben.

Er wuchs auf in Niederösterreich und im Burgenland. 2004 bis 2014 absolvierte er die zwei Studien Theater-, Film-, und Medienwissenschaft sowie Rechtswissenschaften (beide an der Universität Wien). Neben seinem Erststudium arbeitete er als Kulturjournalist bei verschiedenen Print- und Onlinemedien (u.a. Kurier, Profil, MovieGod.de, Celluloid). Von 2015 bis 2021 war er Konzipient für Arbeitsrecht in verschiedenen Kanzleien in Wien. Aktuell ist er Jurist an der Rechtsabteilung der Wiener Staatsoper.

Seit Beginn seiner juristischen Karriere veröffentlicht er Kurzprosa in Literaturmagazinen sowie in Literaturzeitschriften (u.a. in: Am Erker, Die Rampe, DUM, erostepost, manuskripte, mosaik, &Radieschen und Podium) und in Anthologien. Für die Inhalte seiner Geschichten verarbeitet er Erfahrungen aus seinem Alltag, zieht aber insbesondere die Juristerei bzw. deren Vokabular und Denkfiguren als Bezugssystem heran, um zu seiner ureigenen literarischen Form zu finden.

Im Frühling 2022 veröffentlichte er sein Romandebüt „Die Dringlichkeit der Dinge“ im Grazer Verlag edition keiper.

www.markus-grundtner.at


Die Dringlichkeit der Dinge

In diesem Buch kollidiert ein Anwaltsroman mit einem Beziehungsroman. Durch eine juristische Brille gesehen entspinnt sich eine Liebesgeschichte, die zwischen Wien und Triest spielt. So ergibt sich eine neue Sicht auf Gesellschaft und Gefühle.

Auf der einen Seite steht der Wiener Mathias Gandt. Auf einer Juristenskala von eins bis zehn trifft Mathias die Elf. Doch selbst er verliebt sich – in die Triestinerin Klaudia Antonini.

Mathias steht am Beginn seines Berufslebens, hatte gerade ein Bewerbungsgespräch in einer Wiener Kanzlei. Klaudia befindet sich an einem Wendepunkt: Eigentlich Lehrerin für Italienisch und Latein, wollte sie in Wien als Literaturvermittlerin arbeiten und eine Familie gründen – ein Ersatz für jene, die verloren ging, als ihre Mutter starb und ihr Vater liebloser Eigenbrötler wurde. Nichts davon hat geklappt, Klaudia fährt zurück in ihre Heimatstadt.

Sie, Liebhaberin des Lebens, und er, Getreuer der Gesetze, merken schnell, dass Romantik und Recht sich schwer vertragen, hoffen aber während ihres turbulenten Bemühens umeinander, dass sie als Paar die Ausnahme sind, welche die Regel bestätigt.

Im Roman steht Klaudia für Leben, Leidenschaft und Liebe. Sie macht Mathias mit „Zenos Gewissen“ von Italo Svevo vertraut. Es ist das Buch im Buch, dem sich der Protagonist im Laufe der Handlung immer wieder widmet, wenn er denn einmal eine freie Minute hat, um zu lesen und zu erfahren, was alles nicht in seinen Codices steht.

Klaudia nennt es auch ihr gemeinsames Kennenlernbuch:

»La parola nella notte è come un raggio di luce.«

»Was bedeutet das?«

»Ein Wort in der Nacht ist wie ein Lichtstrahl.«

»Woraus ist das?«

»Aus unserem Kennenlernbuch.«

»Aus Zenos Gewissen?«

»Genau. Manche haben ein Kennenlernlied, wir ein Kennenlernbuch.«

Hals über Kopf lernt Mathias nicht nur Klaudia kennen (und lieben), sondern er landet genauso rasch in Triest. Als ein werdender Anwalt, der ständig Verträge im Kopf hat, ist er gedanklich nicht weit weg von einem Kaufmann und daher verwundert es auch nicht, wie er die Stadt zum ersten Mal sieht und beschreibt:

Bekanntermaßen zählt der erste Eindruck. Mein erster Eindruck von Triest ist der einer Stadt, erbaut von Handelsleuten für Handelsleute. Das Schönste, was Triest zu bieten hat – der weitläufige Hauptplatz mit der Mole an einem Ende und dem imposanten Rathaus am anderen –, ist in den Vordergrund gerückt und fein herausgeputzt, wie in einer Geschäftsauslage. Hinter dem Rathaus setzen sich Erhabenheit und Geltungsdrang für ein oder zwei Gassen fort. Doch da und dort bröckeln die Fassaden ab. Löcher tauchen auf dem gepflasterten Gehweg auf. Sprödnis breitet sich aus, wie Risse auf einem Gemälde.

Zwar kommt er bei seinem ersten Besuch auch gleich zum Arco di Riccardo – ein Ort, der eine ganz besondere Bedeutung für Klaudia hat –, aber eigentlich interessiert sich Mathias nur für das Tribunale di Trieste, wozu Klaudia nur sagen kann:

»Du bist zum ersten Mal da und willst zum grauesten Gebäude der Stadt?«

»Ja, einmal zum Gericht von Triest, bitte.«

»Zum Tribunale di Trieste – wie du meinst!«

Doch Mathias stellt sich als gar so kein hoffnungsloser Fall heraus. Er bessert sich. Sehr bald schätzt er dank Klaudia auch die schönen Dinge, nicht nur an der Stadt und deren Literatur, sondern an der Welt an sich. Gleichermaßen wird er aber auch mit Schicksalsschlägen, Traurigkeit und der Unberechenbarkeit des Lebens konfrontiert. Er lernt das Bittere und das Süße kennen und entfernt sich allmählich von der Trockenheit der Juristerei.

In dieser Reise ins Reich von Recht und Romantik spielt Triest eine essentielle Rolle: Für einen verkopften Menschen beginnt erst dort sein Herz zu schlagen.


Die Dringlichkeit der Dinge. ISBN: 978-3-903322-55-4, 255 Seiten, edition keiper, Erscheinungsdatum: März 2022, https://www.editionkeiper.at/shop/produkt/die-dringlichkeit-der-dinge/

01 Juli 2022

Günter Neuwirth

 

Günter Neuwirth,

nato nel 1966, è cresciuto a Vienna. Dopo una formazione da ingegnere e gli studi di filosofia e di lingua e letteratura tedesca, si trasferisce a Graz per diversi anni. Oggi vive ai margini della foresta nella Koralpe stiriana. L'autore lavora come architetto dell'informazione presso l'Università Tecnica di Graz. Günter Neuwirth è autodidatta al pianoforte e durante gli studi si è esibito nei jazz club viennesi. Una fase creativa lo ha portato su numerosi palcoscenici di cabaret come solista. Dal 2008 pubblica romanzi, soprattutto gialli.

www.guenterneuwirth.at


Günter Neuwirth,

geboren 1966, wuchs in Wien auf. Nach einer Ausbildung zum Ingenieur und dem Studium der Philosophie und Germanistik zog es ihn für mehrere Jahre nach Graz. Heute wohnt er am Waldrand der steirischen Koralpe. Der Autor ist als Informationsarchitekt an der Technischen Universität Graz berufstätig. Günter Neuwirth ist Autodidakt am Piano und trat während des Studiums in Wiener Jazzclubs auf. Eine Schaffensphase führte ihn als Solokabarettist auf zahlreiche Kleinkunstbühnen. Seit 2008 publiziert er Romane, vornehmlich im Bereich Krimi.

www.guenterneuwirth.at


La trilogia “Trieste 1907”

Dampfer ab Triest (Il vapore da Trieste), pubblicato nel 2021, edizioni Gmeiner.

Caffè in Triest, pubblicato nel 2022, edizioni Gmeiner.

Sturm über Triest (Tempesta sopra Trieste), titolo provvisorio, pubblicazione prevista nel 2023, edizioni Gmeiner.


Dopo aver pubblicato dieci romanzi gialli ambientati nell'Austria del presente, ho maturato l'idea di riversare la mia passione per la storia della tecnologia, le mie conoscenze storiche e la mia fascinazione per il Litorale, in un nuovo progetto. A poco a poco si è formata una storia in cui ho potuto collegare la mia identità austriaca con la storia della città di Trieste. Alcuni punti erano chiari. Volevo ambientare la storia nel periodo di massimo splendore dell'Austria-Ungheria, quindi l'azione doveva svolgersi poco prima della Prima guerra mondiale. Poi ho voluto salpare sul leggendario piroscafo Thalia. E avevo bisogno di un personaggio principale con radici italiane e austriache. È così che è nato l'ispettore Bruno Zabini.

La madre di Bruno è una viennese di lingua tedesca che da giovane cameriera giunge a Trieste con il suo amante, conosce il funzionario Salvator Zabini e lo sposa poco dopo. Si preoccupava di insegnare ai figli il tedesco e l'italiano. Così la madrelingua di Bruno è il tedesco, quella del padre l'italiano. Bruno avrebbe voluto diventare ingegnere. È affascinato dalla scienza e dalla tecnologia, ma è anche molto attento alla cultura e alla lettura. Ha studiato per un anno a Graz con Hans Gross, l'inventore della moderna criminologia. Bruno è bello e, dato che cammina molto e pratica il canottaggio, molto atletico. È multilingue: italiano, tedesco, friulano, sloveno, francese. Bruno non è sposato, ma ha relazioni con due donne sposate. Ecco perché conduce una doppia vita: qui il poliziotto urbano e moderno, là l'amante segreto.

Ho creato una serie di personaggi intorno a Bruno per dare un'immagine variegata della pulsante città portuale. Nel 1907, Trieste era il porto più importante di un grande impero europeo. A Trieste vivevano e lavoravano persone di molte nazionalità. Voglio esprimere questa polifonia cosmopolita nei miei romanzi. Il periodo che va dal 1880 al 1914 è spesso chiamato Belle Époque. Voglio ricordare questo bellissimo passato e allo stesso tempo, naturalmente, guardare dietro le quinte delle conquiste culturali e portare alla luce le tensioni sociali che erano virulente in Austria-Ungheria.

La letteratura storica seria cerca di avvicinarsi alla storia fattuale nel maggior numero possibile di modi. Per me è importante creare personaggi e trame letterarie che siano realistiche e coerenti, ma naturalmente anche adatte a catturare il pubblico di lettori, a divertirlo e a farlo riflettere. Per molti dei miei lettori in Germania è sorprendente che la città italiana di Trieste fosse un tempo una città austriaca, che l'Austria avesse una marina mercantile e da guerra e che l'italiano fosse la lingua principale parlata sulle navi sotto la bandiera rosso-bianco-rossa.

Infine, Trieste è anche una delle città più importanti di un'area metropolitana dell'Europa centrale, la regione Alpe-Adria. Dopo che i Paesi e i popoli dell'Europa centrale si sono danneggiati a vicenda con guerre, odio e nazionalismo nel folle XX secolo, nel XXI si stanno creando legami d’amicizia tra i gruppi etnici, almeno qui. Se i miei romanzi, ambientati geograficamente e storicamente in un incrocio di culture e lingue, diventano piccoli ingranaggi di questo processo di civilizzazione, allora il mio lavoro ha raggiunto il suo scopo. Naturalmente, i libri devono anche essere eccitanti, densi di atmosfera, erotismo e pieni di piccole idee divertenti. Se voi, come autori, non potete rendere il mondo un posto migliore con la letteratura, potete renderlo un po' più piacevole e interessante con buoni romanzi.


Die Trilogie Triest 1907

Nach der Veröffentlichung von zehn Kriminalromanen, die in der Gegenwart in Österreich spielen, entwickelte ich die Idee, meine Leidenschaft für die Geschichte der Technik, meine historischen Kenntnisse und meine Faszination für das Küstenland in ein neues Projekt zu gießen. Nach und nach formte sich eine Geschichte, in der ich meine österreichische Identität mit der Geschichte der Stadt Triest vernetzen konnte. Ein paar Punkte waren klar. Ich wollte die Geschichte in der Hochblüte Österreich-Ungarns ansiedeln, also musste die Handlung knapp vor dem Ersten Weltkrieg spielen. Dann wollte ich mit dem legendären Dampfer Thalia in See stechen. Und ich brauchte eine Hauptfigur, die italienische und österreichische Wurzeln hat. So entstand Inspector Bruno Zabini.

Brunos Mutter ist deutschsprachige Wienerin, die als junge Dienstmagd mit ihrer Herrin nach Triest kam, den Beamten Salvator Zabini kennenlernte und wenig später heiratete. Brunos Mutter legte Wert darauf, ihren Kindern neben Italienisch, auch Deutsch beizubringen. So ist Brunos Muttersprache Deutsch, seine Vatersprache Italienisch. Bruno wäre gerne Ingenieur geworden. Er ist fasziniert von Naturwissenschaft und Technik, er ist auch sehr kulturaffin und belesen. Er hat ein Jahr in Graz bei Hans Gross studiert, dem Erfinder der modernen Kriminalistik. Bruno ist gutaussehend und da er viel zu Fuß geht und Rudersport betreibt, sehr sportlich. Er ist mehrsprachig: Italienisch, Deutsch, Friulanisch, Slowenisch, Französisch. Bruno ist unverheiratet, er unterhält Beziehungen zu zwei verheirateten Frauen. Deshalb führt er ein Doppelleben, hier der weltgewandte und moderne Polizist, dort der Liebhaber im Geheimen.

Rund um Bruno habe ich eine Reihe von Figuren entworfen, die ein vielfältiges Bild der pulsierenden Hafenstadt geben sollen. Triest war 1907 der wichtigste Hafen eines europäischen Großreiches. Menschen vieler Nationalitäten lebten und arbeiteten in Triest. Diese kosmopolitische Vielstimmigkeit will ich in meinen Romanen zum Ausdruck bringen. Die Zeit von 1880 bis 1914 wird häufig als Belle Époque bezeichnet. Diese schöne Vergangenheit will ich in Erinnerung rufen und gleichzeitig natürlich auch hinter die Kulissen der kulturellen Leistungen blicken und soziale Spannungen, die in Österreich-Ungarn virulent waren, zu Tage bringen.

Ernstzunehmende historische Literatur versucht sich der faktischen Geschichte möglichst vielfältig anzunähern. Mir ist es wichtig, in der Literatur Personen und Handlungen zu entwerfen, die realistisch und stimmig sind, die aber natürlich auch geeignet sind, das Lesepublikum zu ergreifen, zu unterhalten und zum Nachdenken anzuregen. Für viele meiner Leserinnen und Leser in Deutschland ist es überraschend, dass das italienische Triest einst eine österreichische Stadt war, dass Österreich über eine Handels- und Kriegsmarine verfügte und dass auf den Schiffen unter der rot-weiß-roten-Flagge hauptsächlich Italienisch gesprochen wurde.

Nicht zuletzt ist Triest auch eine der bedeutenden Städte eines mitteleuropäischen Großraumes, nämlich der Region Alpe-Adria. Nachdem im verrückten 20. Jahrhundert die mitteleuropäischen Länder und Völker sich in Krieg, Hass und Nationalismus gegenseitig geschadet haben, werden im 21. Jahrhundert zumindest hierorts freundschaftliche Verbindungen zwischen den Volksgruppen gesponnen. Wenn meine Romane, die ich geographisch und historisch an einen Schnittpunkt der Kulturen und Sprachen setze, kleine Zahnräder in diesem zivilisatorischen Prozess sind, dann hat sich die viele Arbeit gelohnt. Spannend, atmosphärisch dicht, erotisch und voller witziger kleiner Ideen sollen die Bücher natürlich auch sein. Wenn man als Autor mit Literatur schon die Welt nicht besser machen kann, so kann man sie doch durch gute Geschichten ein bisschen vergnüglicher und interessanter machen.


Die Trilogie Triest 1907

Dampfer ab Triest, Gmeiner Verlag, 2021, 471 Seiten, ISBN 978-3-8392-2800-5 https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/dampfer-ab-triest.html


Caffè in Triest, Gmeiner Verlag, 2022, 440 Seiten, ISBN 978-3-8392-0111-4 https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/caffe-in-triest.html


Sturm über Triest (Arbeitstitel), Gmeiner Verlag, geplant 2023.

28 Juni 2022

Christine Casapicola

 


Christine Casapicola,

nata a Linz nel 1962. Ha studiato economia presso l’Università d’Economia e Commercio di Vienna; di professione commercialista e revisore dei conti.

Vive a Vienna e possiede una seconda casa a Cormons.

Ha cominciato a scrivere nel 2010. Il tema principale delle sue opere è la storia del Litorale.

Geboren 1962 in Linz. Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien. Beruf Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin.

Lebt in Wien mit Zweitwohnsitz in Cormons.

Seit 2010 literarisch tätig. Im Fokus der Arbeiten steht die Geschichte des Küstenlandes.

 

Antefatto

Ho trascorso le estati della mia prima infanzia a Grado con i nonni.

I nostri soggiorni a Grado avevano un motivo preciso. Io ero malata cronica e il medico di famiglia riteneva che Grado facesse bene ai miei reni. Per questo motivo venivo sepolta quotidianamente fino alla pancia nella sabbia, per un tempo che a me sembrava insopportabilmente lungo, mentre gli altri bambini potevano scatenarsi nell’acqua bassa.

Mio nonno faceva del suo meglio. Per accorciare il mio martirio di sabbia mi raccontava di un mago che viveva a Miramar in un magnifico castello bianco sulla scogliera di Trieste. Non vedevo l’ora di vederlo. Spiavo con impazienza dalla mia buca di sabbia in direzione dell’ampio golfo che separa Grado da Trieste, ed ero sicura di scorgere nell’azzurro nebuloso la sagoma di un edificio con una torre. In realtà è difficile scorgere Miramar da quella distanza anche in una giornata limpida. Per me poi era del tutto impossibile. Perché, a causa delle preoccupazioni per i miei reni, nessuno si era accorto che ero miope come una talpa. Nel mio mondo infantile mi orientavo con una certa abilità attraverso i contorni, i colori e gli odori, e quello che non riuscivo a vedere, come il mago nel suo castello, semplicemente lo immaginavo. L’agognata gita alla residenza dell’arciduca Massimiliano si trasformò in un’appassionante ricerca del mago in ogni angolo del castello e nel rigoglioso giardino, almeno fino al momento in cui i nonni non avevano visto tutto quello che c’era nella loro lista. Non incontrammo il mago, era partito all’ultimo momento a causa di un’emergenza magica. Naturalmente il nonno, essendo uno dei suoi migliori amici, sapeva esattamente dove era andato.

A quell’epoca non incontrai mai il mago nei suoi abiti ariosi e con il cappello magico calato sulla fronte. Ma ora, cinquant’anni più tardi, quando sulla via per Trieste mi fermo al castello di Miramar, sento mio nonno mentre racconta. Appena tolgo gli occhiali, i colori e i rumori della mia infanzia ritornano. Allora le orecchie di bambina sentono il rollare delle barche nel porto. Gli occhi di bambina vedono tutta la tavolozza di colori che il mago mescola secondo le sue ricette segrete per dipingere il cielo e il mare attorno a Grado, e il cuore di bambina sa che il nonno lo sta aiutando già da molti anni. (Traduzione di Federica Gori)

 

Vorgeschichte

Die Sommer meiner frühen Kindheit habe ich mit meinen Großeltern in Grado verbracht. Unsere Aufenthalte in Grado hatten einen bestimmten Grund. Ich war chronisch krank und der Hausarzt meinte, Grado wäre gut für meine Nieren. Daher wurde ich täglich für eine mir unerträglich lang erscheinende Zeit bis zum Bauch im Sand vergraben, während die anderen Kinder im seichten Wasser herumtollen durften.

Mein Großvater tat sein Bestes. Um mir mein Sandmartyrium zu verkürzen, erzählte er mir von einem Zauberer, der in Miramare in einem prachtvollen weißen Schloss an der Steilküste vor Triest wohnt. Ich konnte kaum erwarten, ihn zu sehen. Sehnsüchtig spähte ich aus meinem Sandloch über den weiten Golf, der Grado von Triest trennt, und war mir sicher, im dunstigen Blau die Umrisse eines Gebäudes mit Turm zu erkennen. Tatsächlich ist es selbst an klaren Tagen schwer, Miramare auf diese Entfernung auszumachen. Für mich war es gänzlich unmöglich. Denn ob der Sorge um meine Nieren war niemandem aufgefallen, dass ich kurzsichtig wie ein Maulwurf war. Ich navigierte mich anhand von Umrissen, Geräuschen, Farben und Gerüchen nicht ungeschickt durch meine Kinderwelt, und was ich nicht sehen konnte, stellte ich mir einfach vor. Wie den Zauberer in seinem Schloss. Der ersehnte Ausflug in die Residenz des Erzherzogs Maximilian entwickelte sich zu einer spannenden Suche nach dem Zauberer in jedem Winkel des Schlosses und in den üppigen Blumengärten – solange bis die Großeltern alles besichtigt hatten, was auf ihrer Liste gestanden war. Den Zauberer trafen wir nicht, er war kurzfristig verreist, ein magischer Notfall. Mein Großvater wusste als einer seiner besten Freunde natürlich genau Bescheid, wohin er fortgeeilt war.

Ich bin ihm damals nie begegnet, dem Zauberer in seinen wallenden Gewändern, den spitzen Zauberhut tief in der Stirn. Doch wenn ich heute, knapp fünfzig Jahre später, auf dem Weg nach Triest bei Schloss Miramare anhalte, dann höre ich meinen Großvater erzählen. Sobald ich die Brille abnehme, kehren die Farben und die Geräusche meiner Kindheit zurück. Dann hören Kinder­ohren das Schlingern der Boote im Hafen. Kinderaugen sehen die gesamte Palette an Farben, die der Zauberer nach seinen Ge­heimrezepten mischt, um damit Himmel und Meer um Grado zu bemalen, und ein Kinderherz weiß, dass ihm der Großvater nun schon seit vielen Jahren dabei hilft.

La sua opera principale è la trilogia del Litorale, composta da:

Nächstes Jahr im Küstenland” (L’anno prossimo nel Litorale), pubblicato nel 2014, Edizioni Braitan, Brazzano (GO).

Una volta l'Austria si trovava sul mare. Per molti secoli la zona tra la valle settentrionale dell'Isonzo e Trieste appartenne all'impero asburgico. Anche se l'ex Litorale Austriaco è ora diviso tra Italia, Slovenia e Croazia, la regione è sempre rimasta un insieme comune. Nelle storie di famiglia la quotidianità di ieri continua a vivere e la gente ricorda con orgoglio le personalità di spicco che sono arrivate lontano " fino a Vienna": Max Fabiani, Alfonso Canciani, Nora Gregor per citarne solo alcuni, o detto in altro modo: Cosa ha a che fare l'Urania di Vienna con l'approvvigionamento idrico di un villaggio del Carso sloveno? Dov'era la Nizza d'Austria? Cosa collega la Casa Artaria di Vienna con una rosa dei venti a Trieste? Inizia un viaggio alla ricerca dell’anima dimenticata della vecchia Austria.

Irgendwann im Küstenland”, (Una volta nel Litorale), pubblicato nel 2016, Edizioni Braitan, Brazzano (GO).

Il viaggio alla scoperta delle curiosità familiari dell'ex Litorale continua: un'incursione sulle tracce di famiglie speciali e idee insolite. Idee che un tempo attiravano l'attenzione da ben oltre i confini del Litorale e formavano l’identità della regione tra le Alpi e l'Adriatico. Questa volta l'attenzione si concentra su ciò che le persone hanno sempre ottenuto dalla natura con il lavoro delle proprie mani: vino, miele, sardine, sale, aglio e altro. E così incontrerete, tra gli altri, i cacciatori di anatre della laguna di Grado, un intraprendente mugnaio del Collio e i salinari di Pirano.

 

Wiedersehen im Küstenland”, (Arrivederci nel Litorale), pubblicato nel 2020, Edizioni Braitan, Brazzano (GO).

C'è stato un tempo in cui l'Austria dominava i mari. A Trieste e a Pola vennero varate prestigiose navi mercantili e da guerra e i suoi primi sottomarini si immersero negli abissi. Audaci menti hanno trasformato molti villaggi di pescatori tra Grado e il Golfo del Quarnero in un centri d'incontro per la società alla moda. Nel sud della vecchia Austria si sentono ancora le meravigliose storie di un tempo. Tra le altre cose: a quale bellezza del Litorale il Capo di Stato Maggiore dell'esercito imperiale e reale ha scritto più di tremila lettere d'amore? Perché una dozzina di indiani hanno vagato per Trieste nel 1906? Come ha fatto un uomo d'Oriente a diventare proprietario di un teatro a Trieste? E mentre la gente si racconta di inventori geniali, di coraggiosi esploratori o di tragici eroi dell'amore, sullo sfondo dell'Adriatico eternamente blu, sembra che l'Austria sia ancora affacciata sul mare. La magia del così vicino – così lontano è ancora qui.


Hauptwerk ist die Küstenland Trilogie, bestehen aus:

Nächstes Jahr im Küstenland, erschienen 2014, Edizioni Braitan, Brazzano (GO)

Österreich lag einst am Meer. Viele Jahrhunderte lang gehörte das Gebiet zwischen dem nördlichen Isonozotal und Triest zum Habsburgerreich. Auch wenn sich das ehemalige Österreichische Küstenland jetzt auf Italien und Slowenien verteilt, ist die Region immer ein gemeinsames Ganzes geblieben. In den Familiengeschichten lebt der Alltag von gestern weiter und man erinnert sich stolz an herausragende Persönlichkeiten, die es „damals in Wien“ weit gebracht haben: Max Fabiani, Alfonso Canciani, Nora Gregor um nur einige zu nennen, oder anders formuliert: Was hat die Wiener Urania mit der Wasserversorgung eines slowenischen Karstdorfes zu tun? Wo lag das Nizza Österreichs? Was verbindet das Artaria Haus in Wien mit einer Windrose in Triest? Eine Entdeckungsreise auf der Suche nach einem vergessenen Herzstück Altösterreichs beginnt.


Irgendwann im Küstenland, 2016, Edizioni Braitan (GO)

Die Entdeckungsreise in die vertraute Fremde des ehemaligen Küstenlandes geht weiter: ein Streifzug auf den Spuren von besonderen Familien und ausgefallenen Ideen. Ideen, die einst weit über die Grenzen des Küstenlandes hinaus aufhorchen ließen und die Region zwischen Alpen und Adria prägten. Im Blickpunkt steht diesmal, was die Menschen mit ihrer Hände Arbeit seit jeher der Natur abgewinnen: Wein, Honig, Sardinen, Salz, Knoblauch und mehr. Und so begegnet man unter anderem den Entenjägern aus der Lagune in Grado, einem findigen Müller aus dem Collio und den Salzarbeitern aus Piran.


Wiedersehen im Küstenland, 2020, Edizioni Braitan (GO)

Es gab eine Zeit, als Österreich die Meere beherrschte. Stolze Handels- und Kriegsschiffe liefen in Triest und Pula vom Stapel und die ersten Unterseeboote tauchten in die Tiefe. Kühne Vordenker verwandelten so manches Fischerdorf zwischen Grado und der Kvarner Bucht in einen Treffpunkt der mondänen Gesellschaft oder erschufen entlang der Küste üppige Inselparadiese. In Österreichs altem Süden hört man bis heute die Geschichten von einst und man fragt sich unter anderem: An welche Schönheit aus dem Küstenland schrieb der Generalstabchef der k.u.k. Armee über dreitausend Liebesbriefe? Weshalb zog im Jahr 1906 ein Dutzend Indianer durch Triest? Wie wurde ein Mann aus dem Morgenland zum Besitzer eines Theaters in Triest? Und während die Menschen einander über geniale Erfinder, mutige Inselpioniere oder tragische Liebeshelden erzählen, scheint es vor der Kulisse der ewig blauen Adria gewiss: Österreich liegt immer noch am Meer. Die Magie der vertrauten Fremde ist nach wie vor da.

 

Nächstes Jahr im Küstenland, März 2014, Französische Broschüre, 285 Seiten, ISBN 9788886950176, https://www.braitan.at/

Irgendwann im Küstenland, Mai 2016, Französische Broschüre, 290 Seiten, ISBN 9788886950206, https://www.braitan.at/

Wiedersehen im Küstenland, Mai 2020, Französische Broschüre, 288 Seiten, ISBN 9788886950343, https://www.braitan.at/

2a rassegna letteratura austriaca su TRieSTe e Litorale: discorsi, articoli, filmati.

  Si è conclusa la seconda rassegna della letteratura austriaca contemporanea su TriesteTrstTriest e il Litorale. Essa si è sv...